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| Tagung zum Thema "Schule - Gewaltprävention - Geschlecht"
Donnerstag, 6. Juni & Freitag, 7. Juni 2002
Institut für Freizeitpädagogik Vorgeschichte, Zielsetzungen und Zielpublikum
Die nun stattfindende Tagung stellt einerseits eine Fortsetzung dieser Fachtagung dar (am Freitag soll es zu einem Expert_innenaustausch kommen), andererseits geht es um eine Sensibilisierung für die Genderthematik im Gewaltpräventionsbereich (Donnerstag). Dabei steht im Vordergrund, dass die Tagungsteilnehmer_innen Angebote, die es bereits gibt, kennen lernen und konkrete Anregungen für ihren Arbeitsalltag erhalten (in Form von Workshops, einer Podiumsdiskussion und einer "Messe"), sich austauschen und vernetzen. Zielgruppe der Tagung sind Frauen und Männer, die sich für gewaltpräventives Arbeiten mit einem geschlechtssensiblen Ansatz im schulischen Bereich interessieren (Lehrer_innen; Mitarbeiter_innen aus dem außerschulischen Bereich, die an Schulen arbeiten,...).
Programmübersicht
Donnerstag, 6. Juni 2002
Freitag, 7. Juni 2002
DONNERSTAG, 6. JUNI 2002
"'Eigentlich ist ja gar nichts passiert'. Nein-Sagen und Wahrnehmen eigener Grenzen bei Mädchen" geleitet von Elisabeth Eckhart.
Vorausgesetzt wird die Bereitschaft sich auch mit den eigenen Erfahrungen als Frau in dieser Gesellschaft auseinander zusetzen. Geplant sind ein theoretischer Input (mit Hand-out), viel gemeinsames Gespräch und Erfahrungsaustausch, sowie das Ausprobieren einzelner Methoden.
Leiter_in: Maga. Elisabeth Eckhart, Studium der Theologie und Musik; seit 1987 in Frauen- und Mädchenprojekten tätig. Max. 16 Teilnehmer_innen (für Frauen)
"Partnerschaftliches Arbeiten in der Institution Schule (P.A.I.S.) - Gewaltprävention durch kontinuierliche Mädchen- und Bubenarbeit" geleitet von Martin Henschl
Ein vierjähriges Hauptschulprojekt stellt sich vor. Leiter: Martin Henschl, Hauptschullehrer, seit 8 Jahren im Schuldienst, Ausbildung im Bereich der Bubenarbeit bei Andreas Zieske, im Projekt P.A.I.S. als Integrationslehrer tätig (musisch-kreative Hauptschule Johann-Hoffmann-Platz). Max. 20 Teilnehmer_innen
"Soziales Lernen durch theaterpädagogische Methoden" geleitet von Ulli Klammer
Improvisationstheater beinhaltet viele Elemente des Sozialen Lernens, wie z.B.: die Aufmerksamkeit auf Andere, Wahrnehmung von Impulsen, Sich-Raum-Nehmen bzw. Raum geben, Grenzen wahrnehmen und ausloten. Leiter_in: Maga. Ulli Klammer, Theaterpädagogin, selbständig, Projektarbeit im Bereich Soziales Lernen und Konfliktbewältigung durch Theatermethoden, Leitung von Fortbindungsveranstaltungen: für Lehrer_innen, im Managementbereich, im sozialpädagogischen Bereich Max. 16 Teilnehmer_innen
"Schreiben als Prävention - Schreiben gegen Gewalt" geleitet von Carmen Unterholzer
Der Workshop bietet Gelegenheit, sich mit Fragen wie: Wann erlebe ich Gewalt, wie reagiere ich auf Gewalt, was tu ich gegen Gewalt? schreibend und somit in einer aktiven und lustvollen Art und Weise auseinander zusetzen. Angeregt durch literarische Beispiele werden wir uns aggressiv, zornig und wütend austoben. Leiter_in: Dr.in Carmen Unterholzer, Journalist_in und Kursleiter_in für Poesie- und Bibliotherapie, in psychotherapeutischer Ausbildung (systemische Psychotherapie) Max. 12 Teilnehmer_innen (für Frauen)
"Die Faszination medialer Männerbilder. Hindernis oder Chance in der geschlechtsspezifischen Jugendarbeit?" geleitet von Günter Wagner
Männliche Jugendliche und Männer finden u.a. in medial vermittelten Bildern von Männlichkeit Identifizierungsangebote auf der Suche nach ihrem je individuellen Mannsein. Ob und wie diese Bilder wirken, welche gesellschaftspolitischen Entwicklungen dabei deutlich werden und wie sie die Selbst- und Fremdwahrnehmung Jugendlicher und der Jugendarbeiter_innen selbst mitgestalten, ist Inhalt des Seminars. Leiter: Mag. Günter Wagner, Psychologe und Psychotherapeut, tätig in der Wiener Männerberatung Max. 20 Teilnehmer_innen
Gerda Sengstbratl: Lehrer_in (Englisch, Französisch) am Schulschiff, Forschung und praktische Anwendung zu mädchen- und frauengerechter Schule und Gewaltprävention, Umsetzung des Aktionsplans 2003 Michaela Sodl: HS-Lehrer_in, seit 1995 als Psychagogin in einer Wiener Mittelschule tätig, Entwicklung und Durchführung von Workshops zur "Gewaltprävention" an Wiener Pflichtschulen; Trainerin für Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen, Fortbildungstätigkeit für Lehrer_innen und Sozialarbeiter_innen Hans Steinkellner: Dipl. Sozialarbeiter, Gewaltberater und Gewaltpädagoge i.A., Männerberater der Männerberatung des Familientherapiezentrums des Landes OÖ Judith Thurner: 16 Jahre Lehrer_in (Deutsch, LÜ) am Schulverbund Mittelschule Anton-Krieger-Gasse, Mitinitiatorin und Unterricht im Projekt "Geschlechtssensible Koedukation" Philipp Winkler: Sonderschullehrer mit Schwerpunkt Integrative Pädagogik und Reformpädagogik, seit fünf Jahren in der Schüler_innenschule/WUK. Autodidakt in "Cultural Studies", seit fünf Jahren schwerpunktmäßiges Projekt "Arschloch" (Aspekte antisexistischer und antirassistischer Arbeit). Leiter einer Burschengruppe (13-16). Claudia Schneider (Moderation): Mitarbeiter_in des Vereins EfEU, u.a. wissenschaftliche Begleitung von Wiener Schulprojekten zu geschlechtssensibler Pädagogik, Fortbildner_in
"Elternarbeit in der Prävention gegen (sexuelle) Gewalt" geleitet von A. Dietrich-Neunkirchner & A. M. Trabe
Der Workshop richtet sich an Personen, die in ihrem beruflichen Kontext praktisch mit Eltern arbeiten (Lehrer_innen, Sozialpädagog_innen, etc.). Leiter_innen: Anita Dietrich-Neunkirchner (Psycholog_in, Psychotherapeut_in) & Angelika M. Trabe (Mediator_in, Sprecher_in des Wiener Netzwerkes gegen sexuelle Gewalt an Mädchen, Buben und Jugendlichen). Beide: Mitarbeiter_innen im Verein Selbstlaut (Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch) Max. 16 Teilnehmer_innen
"Zielsetzungen und (Wert)Haltungen in der geschlechterfokussierenden Jugendarbeit" geleitet von G. Wagner
Selbst- und fremdgesteckte Ziele, übernommene und selbst erarbeitete (Wert)Haltungen, sowie deren Zusammenhänge mit institutionellen, gesellschaftlich/kulturellen und politischen Realitäten sind die Basis fördender und präventiver geschlechtsspezifischer Jugendarbeit. Leiter: Mag. Günter Wagner: Psychologe und Psychotherapeut, tätig in der Wiener Männerberatung Max. 20 Teilnehmer_innen
" Wer darf Bubenarbeit, wer darf Mädchenarbeit machen? Erfahrungen mit einem Projekt in der Mittelstufe" geleitet von A. Tscharmann & G. Arth
Leiter_innen: Gabi Arth (Hauptschullehrer_in, Aus- und Fortbildung im Individuellen und Sozialen Lernen und geschlechtsspezifischen Arbeiten, Mediation am PI Wien) & Anne Tscharmann (Religions- und Gestaltpädagog_in, Fortbildung im Individuellen und Sozialen Lernen, Lebens- und Sozialberater_in, Visionssuche-Leiter_in) Max. 15 Teilnehmer_innen (für Frauen)
"Auswirkungen auf die Gesamtgruppe in und nach geschlechtshomogenen Projekten" geleitet von N. Deiniger
Gruppen passen sich veränderten Rahmenbedingungen an - manches wird ermöglicht, anderes unmöglich. Wir werden an diesem Tag mit Hilfe eines Gruppenexperiments versuchen Auswirkungen dieser speziellen Thematik sowie Interventionsmöglichkeiten, die das Ermöglichte in der Gesamtgruppe verstärken, zu erarbeiten. Leiter: Niko Deiniger: Trainer für Integrative Outdoor-Aktivitäten (IOA), Sportlehrer, Tätigkeiten: u.a. "Gendermainstreaming - Schulentwicklung von unten" (2001 - 2002), "Mädchen sind besser - Buben auch" (1999 - 2000) Unbegrenzte Teilnehmer_innenzahl
Organisatorisches
Am Donnerstag wird Personen / Organisationen, die im Bereich schulischer Gewaltprävention arbeiten im Rahmen einer "MESSE" die Möglichkeit geboten, sich und ihre Tätigkeiten vorzustellen.
Falls Sie sich daran beteiligen wollen, dies bitte unbedingt am Anmeldeformular ankreuzen! Die Messe findet von 16.30 bis 18.30 statt und kann ab 13.00 aufgebaut werden. Am Freitag kann ein Teil der Materialien am Gang des IFP präsentiert werden.
Die Workshops und Arbeitskreise finden in der Räumlichkeiten des IFP (1080 Wien, Albertg. 35) und in der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (1080 Wien, Albertg. 38) statt.
Anmeldeschluss: 27. Mai 2002
Die Anmeldung ist mit Einzahlung der Tagungsgebühr auf das Anmeldung
Die Tagung findet mit finanzieller Unterstützung des Frauenbüros der Stadt Wien und der Plattform "Gegen die Gewalt in der Familie" des BMSG statt.
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